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Leben und Gesellschaft - Mimik, Gestik, Haltung Schau mir in die Augen, Kleines!

Geweitete Augen, hängende Schultern, geballte Fäuste: Unser Körper spricht, ob wir das wollen oder nicht. Dabei gibt es bewusst eingesetzte Gesten, aber auch unbewusste Handlungen unseres Körpers. Was verbirgt sich hinter der Sprache unseres Körpers und was will er uns damit sagen?

Unser Körper ist facettenreich. Sogar ohne Worte können wir sagen, was uns bewegt. (Quelle: iStock)

Unsere Körpersprache setzt sich zusammen aus Mimik, Gestik, Bewegung und Haltung – sie wird als nonverbale Kommunikation bezeichnet. Weil die körperliche Sprache aus einem Impuls heraus reagiert, wird sie als die wahre oder echte Sprache angesehen. Denn es ist schwieriger körperliche Signale zu unterdrücken, als darauf zu achten, was man sagt. Evolutionsbedingt war es von Vorteil Mimik und Gestik lesen zu können, denn so konnten Gefahren leichter erkannt werden und das soziale Miteinander wurde erleichtert.

Heutzutage benutzen wir die Körpersprache als komplexes Kommunikationssystem in den verschiedensten Bereichen. Stefan Verra ist Autor und Experte für Körpersprache. Auch er hält die Körpersprache für die zuverlässigste Form der Kommunikation. Der Mensch orientiert sich an ihr und verlässt sich auf sie. Denn ein „Ich liebe dich“ wird bedeutungslos, wenn Gestik und Mimik was Anderes sagen. Wie können wir also die Sprache unseres Körpers im Alltag oder beispielsweise im Vorstellungsgespräch bewusst einsetzen und was will uns unser Gegenüber sagen?

Die Sprache des Körpers

 

Lehnt sich die Person mit ihrem Körper nach vorne, ist sie am Gespräch interessiert. Zurücklehnen bedeutet Desinteresse und in Kombination mit Händen hinter dem Kopf wirkt man arrogant und überheblich.

 

Wer beim Sprechen öfter die Hand vor dem Mund oder generell am Gesicht hat, möchte Gesagtes wieder zurücknehmen. Die Person ist sich unsicher. Schwindelt sie?

 

Offene Hände signalisieren Offenheit und werden als positiv empfunden. Früher konnten die Menschen so erkennen, ob ihr Gegenüber eine Waffe hielt oder nicht. Geschlossene, verschränkte oder hinter dem Körper gehaltene Hände werden daher als negativ empfunden.

Allgemein gilt: Der erste Eindruck zählt. Wer also positiv auffallen und vielleicht etwas Nervosität überspielen möchte, setzt im besten Fall auf ein Zeichen, das universell ist und von den meisten Menschen verstanden wird: Ein freundliches Lächeln!