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Leben und Gesellschaft - Stephen Hawking Hawkings Warnung

Drohender Atomkrieg, Gentechnik, Klimawandel: In 100 Jahren könnte die Erde nicht mehr bewohnbar sein. Der Ausnahmewissenschaftler Stephen Hawking hinterließ vor seinem Tod eine beängstigende Warnung. Er sieht nur eine einzige Chance für die Menschheit.

Hawking ging davon aus, dass die Existenz der Menschheit in den nächsten 100 Jahren stark bedroht sein werde.

Stephen Hawking, war einer der bedeutendsten Astrophysiker unserer Zeit. Der wegen einer ALS Erkrankung im Rollstuhl sitzende Professor lieferte durchbrechende Arbeiten zu Einsteins Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern.

Doch zum Ende seines Lebens hinterließ er der Menschheit eine beunruhigende Warnung: Bereits in 100 Jahren sei die Existenz der Menschheit stark bedroht.

Hawking sehe nur eine Möglichkeit diesem Schicksal zu entkommen: Wir müssen es schaffen die Menschheit von der Erde auf fremde Himmelskörper umzusiedeln.

Doch ist dies überhaupt möglich?

Auch in unserer Region wird geforscht. Braunschweig ist eines der Standbeine, in Deutschland, das sich mit Forschung im Bereich der Astrophysik, Luft- und Raumfahrt beschäftigt. So auch Karl-Heinz Glaßmeier. Der Geophysiker ist Universitätsprofessor an der TU Braunschweig.

Er erklärt, dass die Erforschung anderer Himmelskörper aktuell eine sehr wichtige Aufgabe sei. Momentan sind die Forscher im Rahmen der Planetologie und der Geowissenschaft damit beschäftigt die Frage „Wie funktioniert eigentlich ein Planet?“ zu beantworten. Glaßmeier erzählt: „Diese Untersuchungen sind maßgebend für das Verstehen unseres eigenen Planeten“. Fragen wie „Wie lassen sich Erdbeben voraussagen?“, „wie funktioniert das Klima?“, und „Wie und in welchem Ausmaß ist das Klima beeinflussbar?“ ließen sich nur durch die Untersuchung mehrerer Forschungsobjekte beantworten.

Weiterhin erklärt er jedoch, dass eine Besiedlung eines anderen Planeten in realistischer Zeit höchstwahrscheinlich ausgeschlossen ist:

„Sicherlich gibt es außerhalb unseres Sonnensystems Planeten, die in der Theorie einen lebensfähigen Raum für eine menschliche Kolonie bieten könnten. Allerdings ist die Entfernung dorthin einfach viel zu groß, um ernsthafte Überlegungen zu einer Besiedlung anstellen zu können“.

Übrig blieben die Himmelskörper in unserem Sonnensystem.

Dort sieht er es für realistisch, Forschungsstationen anzulegen, in denen Forscher vor Ort wissenschaftliche und technologische Experimente und Messungen durchführen könnten. Dazu sei eine erneute Mission zum Mond, oder auch ein erster Flug zum Mars wichtige Meilensteine. Die technologischen Möglichkeiten wären für diese Aufgaben sicherlich da, jedoch nicht für eine Kolonisierung der Menschheit.

Glaßmeier erklärt: Auf lange Sicht sei jedoch auch auf unseren Nachbarplaneten aufgrund ihrer Eigenschaften kein Leben für eine größere Kolonie möglich. Venus besitzt eine sehr dichte Atmosphäre mit einem hohen Druck. Außerdem ist die Luft für den Menschen stark giftig und die Temperaturen steigen auf bis zu 425 Grad. Auf dem Mars müsse man sich dagegen erst damit auseinandersetzen, wie man überhaupt eine Atmosphäre aufbauen könne. Der Aufwand für die Aufbereitung dieser Planeten, um sie für uns Menschen habitabel zu machen, stelle technisch und zeitlich ein kaum bewältigbares Unterfangen da.

Zudem sei der Aufwand zum und Test und Bau geeigneter Transportmittel, um regelmäßig Rohstoffe von der Erde zu importieren eine utopische Aufgabe.

Visionen wie eine Großstadt auf dem Mars unter einer Glaskuppel scheinen also wirklich eher ein spielerischer Zukunftsgedanke zu sein, als ernstzunehmende Forschung.

Viel eher meint er: „Bevor ich mir jetzt technologisch Gedanken mache, investiere und mache und tue, um vielleicht die Menschheit irgendwo anders hinzusiedeln, da sollten wir uns wirklich erstmal um unseren eigenen Planeten kümmern und sollten die Probleme hier lösen, und nicht wo anders hinziehen und dort vielleicht die nächste Katastrophe anrichten.

Das ganze Interview könnt ihr euch hier ansehen: